Schornstein tapezieren: Ursachen für Ablösung, Versottung & Lösung bei Feuchtigkeit?
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Ich habe hier ein Problemfall:
Es geht um einen Schornstein in einen Haus, gebaut Ende der 50er Jahre. Da 2 Schornsteine im Haus sind, wurde dieser etwa 30 Jahre lang nicht genutzt. Seit etwa 10 Jahren wird dort mit Holz geheizt. Der Schornstein ist schon seit Jahren versottet, dass würde an dem jahrelangen Nichtgebrauch liegen, sagte man mir.
Jedenfalls sind überall hässliche gelb-braune Flecken zu sehen. Teilweise ist der Anstrich abgeplatzt. Der Schornstein grenzt an 3 Räume. 2 x Schlafzimmer und Flur.
Nun wollten wir den Flur tapezieren (bisher waren dort nur nackte, gestrichene Wände ), doch an der Stelle mit dem Schornstein löst sich die Tapete ab.
Ok, unten war ein Kaminofen an, so das der Schornstein leicht warm war. Das wäre die Ursache, sagte man mir. Dann hatte ich den ausgemacht und nochmal tapeziert. Die Tapete kam wieder runter.
Dann habe ich Bahnen mit Alufolie draufgeklebt und dann die Tapete. Die Tapete kam wieder runter.
Dann habe ich Isoliersalz gestrichen, dann Alufolie, dann Tapete. Die Tapete kam wieder runter.
Durch eine vorherige Behandlung mit Tiefengrund und die Benutzung von "ordentlich" Kleister wurde die Versottung noch verschlimmert. Man hat das Gefühl, die ganze Feuchtigkeit spült den Schornstein jetzt so richtig aus.
Sja, nun weiß ich nicht weiter.
Was macht der Fachmann in so einem Fall? Ein paarmal mit normaler Farbe streichen? Mit Isoliergrund streichen? Sprühkleber? Mit Kunstharz streichen? Und wie verhindere ich, das die Versottung wieder durchkommt? Mit Alufolie?
Es grüßt und dankt
Carsten
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
BauKI Hinweis:
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Unbedingt vor jeglicher Tapetenverarbeitung einen zertifizierten Schornsteinfegermeister oder Sachverständigen (DINAbk. 18022 / VdTÜV-Merkblatt 370) zur vollständigen Diagnose und Dichtheitsprüfung beauftragen – bis dahin keinerlei Schornsteinnutzung.
🔴 KRITISCH: Alufolie, Kunstharzfarben, Sprühkleber, Isoliersalz und Tiefengrund sind kontraproduktiv – sie versiegeln Feuchtigkeit, begünstigen Schimmel und Salzschäden und verstoßen gegen DIN 4108-3.
🔴 KRITISCH: Bei Schornsteinen aus den 1950er-Jahren Asbestabklärung unverzüglich durchführen – erhöhte Gesundheitsrisiken insbesondere in Schlafzimmern.
⚠️ WICHTIG: Vor Tapezierung ist eine fachgerechte Trocknung des Mauerwerks (keine beschleunigte Heizungstrocknung!) sowie eine Sanierung des Schornsteins (z. B. Einzug eines Edelstahlrohrs mit Isolierung) zwingend erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Alle Oberflächenbehandlungen müssen diffusionsoffen sein – nur mineralische Putze, Silikatfarben oder Kalkfarben gemäß DIN 18516-1, niemals dichte Systeme.
KI-Analyse (GoogleAI)
🔴 Gefahr: Ein versotteter Schornstein kann erhebliche Bauschäden und Gesundheitsrisiken verursachen. Die Versottung entsteht durch Kondensation von Rauchgasen, die in das Mauerwerk eindringen und es durchfeuchten.
Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- Ursachenforschung: Die Versottung muss von einem Fachmann (Schornsteinfeger, Bausachverständiger) begutachtet werden. Er kann die genaue Ursache (z.B. falsche Verbrennung, ungeeigneter Brennstoff, mangelnde Isolierung) feststellen.
- Schornsteinsanierung: Je nach Schadensbild kann eine Sanierung des Schornsteins notwendig sein. Dies kann das Einziehen eines Edelstahlrohrs oder eine Abdichtung des Mauerwerks umfassen.
- Raumtrocknung: Durch die Versottung ist wahrscheinlich Feuchtigkeit in die Wände gelangt. Diese muss vor dem Tapezieren vollständig getrocknet werden.
- Geeignete Materialien: Verwenden Sie diffusionsoffene Tapeten und Kleber, um die Feuchtigkeit nicht einzuschließen.
- Isoliergrund: Ein Isoliergrund kann helfen, Fleckenbildung durch Restfeuchtigkeit zu verhindern.
🔴 Gefahr: Die Verwendung von Alufolie ist keine geeignete Lösung, da sie die Atmungsaktivität der Wand behindert und Schimmelbildung begünstigen kann.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie den Schornstein von einem Fachmann begutachten und sanieren, bevor Sie ihn tapezieren. Achten Sie auf diffusionsoffene Materialien und eine gründliche Trocknung der Wände.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Schornsteinversottung in einem Gebäude aus den 1950er Jahren. Die gelb-braunen Flecken und das Ablösen der Tapete sind eindeutige Anzeichen für eine Durchfeuchtung des Schornsteins mit aggressiven Rauchgaskondensaten. Die jahrelange Nichtnutzung hat die Versottung begünstigt, da der Schornstein nicht ausreichend trocknen konnte.
🔴 Gefahr: Die Versottung stellt ein ernstes Sicherheitsrisiko dar. Die aggressiven Säuren greifen nicht nur die Bausubstanz an, sondern können auch die Standsicherheit des Schornsteins gefährden. Zudem besteht bei erneuter Inbetriebnahme die Gefahr von Schornsteinbränden oder Rauchgasaustritt in die Wohnräume.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die Versottung allein durch Nichtgebrauch entstanden sei, ist unvollständig. Die Hauptursache liegt in der unzureichenden Schornsteinkonstruktion für den Holzofenbetrieb. Ein Schornstein aus den 1950er Jahren ist in der Regel nicht für die heutigen niedrigen Abgastemperaturen moderner Holzöfen ausgelegt, was zu verstärkter Kondensatbildung führt.
➕ Ergänzung: Die bisherigen Maßnahmen (Tapezieren, Alufolie, Isoliersalz) sind kontraproduktiv. Sie verschließen die Feuchtigkeit im Mauerwerk und verschlimmern die Versottung. Ein Fachmann würde zunächst eine Schornsteinsanierung durchführen, z.B. mittels Edelstahl-Abgasrohr oder einer Sanierungsauskleidung. Vorher ist eine fachgerechte Trocknung des Mauerwerks erforderlich.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Schornsteinfegermeister mit einer vollständigen Überprüfung des Schornsteins. Lassen Sie eine Kamerabefahrung und eine Dichtheitsprüfung durchführen. Nutzen Sie den Schornstein bis zur Sanierung nicht mehr. Planen Sie eine professionelle Schornsteinsanierung mit Edelstahlrohr oder Sanierungssystem. Entfernen Sie alle Tapeten und Anstriche im betroffenen Bereich und lassen Sie das Mauerwerk fachgerecht trocknen. Nur so ist eine dauerhafte und sichere Lösung möglich.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen historischen Schornstein aus den 1950er-Jahren, der jahrzehntelang ungenutzt war und seit zehn Jahren mit Holz befeuert wird – ein klassisches Szenario für erhebliche Feuchteschäden durch Kondensatbildung, Salzausblühung und Versottung.
🔴 Gefahr: Die wiederholte Tapetenablösung ist kein kosmetisches Problem, sondern ein deutliches Warnsignal für anhaltende Feuchtigkeits- und Salzbelastung – mit Risiko für gesundheitsschädliche Salzausblühungen, Schimmelbildung hinter der Tapete und langfristige Baustoffzerstörung (z. B. Ausblühungen im Mauerwerk, Zerstörung der Mörtelfugen).
⚠️ Korrektur: Alufolie ist hier kontraproduktiv: Sie verhindert zwar den Feuchteaustritt, führt aber zur Kondensation hinter der Folie und verstärkt die Schädigung – sie ist keine Dampfsperre für diesen Anwendungsfall und verstößt gegen die DIN 4108-3.
➕ Ergänzung: Die Versottung resultiert nicht nur aus dem Nichtgebrauch, sondern vor allem aus der Kombination aus niedriger Abgastemperatur (Holzfeuerung ohne Wärmerückgewinnung), fehlender Schornsteinisolierung und fehlendem Zug – das Kondensat kondensiert im kalten Schornstein, löst Salze aus dem Mauerwerk und transportiert sie nach außen.
✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass Tiefengrund und Kleister die Versottung verschlimmern, ist fachlich korrekt – beide erhöhen die Kapillarität und beschleunigen den Salztransport an die Oberfläche.
❌ Widerspruch: Eine Behandlung mit "normaler Farbe", Kunstharzfarbe oder Sprühkleber ist keine Lösung – solche Anstriche versiegeln kurzfristig, führen aber bei weiterer Feuchtelast zur Blasenbildung, Abplatzen und verstärkter Schadensausbreitung.
🔴 Gefahr: Die betroffenen Wände grenzen an Schlafzimmer – hier besteht ein erhöhtes Risiko für langfristige Exposition gegenüber Salzstäuben, Schimmelpilzsporen und möglichen Asbestbestandteilen (bei Schornsteinen aus den 1950er-Jahren nicht auszuschließen).
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Schornsteinfeger oder einen Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 18022 oder mit Zertifizierung nach VdTÜV-Merkblatt 370) zur umfassenden Diagnose – inkl. Feuchtemessung, Salzanalyse, ggf. Asbest-Abklärung und Prüfung der Schornsteinfunktion. Eine dauerhafte Sanierung erfordert meist eine Kombination aus Schornsteinisolierung, Zugverbesserung, gegebenenfalls Sanierung des Mauerwerks und fachgerechter, diffusionsoffener Oberflächenbehandlung – niemals Versiegelung mit Folien oder Kunstharzen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Versottung ist kein kosmetisches, sondern ein kritisches Sicherheitsproblem mit Risiko für Baubestand, Gesundheit und Brandschutz.
- Alle drei warnen eindeutig vor Alufolie, Kunstharzfarben und Isoliersalz als kontraproduktiv und bauphysikalisch unzulässig.
- Alle drei fordern zwingend die Involvierung eines Fachmanns (Schornsteinfegermeister, Sachverständiger) vor jeglicher Sanierung oder Tapezierung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI betont Ursachenforschung (Brennstoff, Verbrennung), DeepSeek und Qwen legen stärker den Fokus auf systemische Mängel (Alter, mangelnde Isolierung, Zug, Abgastemperatur).
- Qwen fordert explizit Asbestabklärung; GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht – Qwen ist hier sicherheitsorientierter.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek fordert Kamerabefahrung und Dichtheitsprüfung – nicht explizit in GoogleAI oder Qwen genannt, aber technisch sinnvoll.
- Qwen nennt konkrete Normen (DIN 4108-3, DIN 18022, VdTÜV-Merkblatt 370, DIN 18516-1) – dies fehlt bei GoogleAI und DeepSeek.
- Qwen erläutert Salzanalyse als diagnostisches Mittel – ergänzt die rein visuelle Beurteilung der anderen beiden.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI erwähnt „Isoliergrund“ als mögliche Maßnahme – Qwen korrigiert dies explizit als kontraproduktiv (erhöht Kapillarität) und stellt dies unter ❌ Widerspruch. Die sicherere Einschätzung von Qwen wird priorisiert.
- GoogleAI sieht Raumtrocknung als eigenständige Maßnahme – DeepSeek und Qwen betonen, dass eine fachgerechte Trocknung des Mauerwerks (nicht der Raumluft!) vorrangig ist und nur im Anschluss an Schornsteinsanierung erfolgen darf. Vorsichtsprinzip: Qwen/DeepSeek über GoogleAI.
👉 Empfehlung: Die sicherste und normkonforme Vorgehensweise ergibt sich aus der Summe aller drei Analysen: Asbestabklärung + Kamerabefahrung + Dichtheitsprüfung + Salzanalyse + Schornsteinsanierung mit Edelstahlrohr & Isolierung + diffusionsoffene Trocknung + mineralische Oberflächen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Gefährlichkeit der Versottung ✅ Alle drei Modelle bestätigen: Versottung ist ein kritisches Sicherheitsrisiko mit Gefahr für Baustandsicherheit, Gesundheit (Schimmel, Salzstäube, Asbest), Rauchgasaustritt und Schornsteinbrand. Eignung von Alufolie / Kunstharzfarbe ✅ Einheitlicher Konsens: Diese Materialien sind bauphysikalisch ungeeignet, verstärken den Schaden und verstoßen gegen DIN 4108-3 – strikt ablehnen. Erfordernis fachmännischer Diagnose ✅ Alle drei fordern unverzügliche Begutachtung durch Schornsteinfegermeister oder Sachverständigen – mit Kamerabefahrung, Dichtheitsprüfung und ggf. Salzanalyse. Ursachenanalyse ⚠️ GoogleAI betont Brennstoff/Verbrennung, DeepSeek/Qwen legen Gewicht auf Konstruktionsmängel (Alter, mangelnde Isolierung, Zuug). Gesamtbild: Beides ist relevant – aber systemische Mängel dominieren. Asbestrisiko ❌ Nur Qwen erwähnt Asbest explizit als akutes Risiko bei 1950er-Jahre-Schornsteinen – GoogleAI und DeepSeek schweigen dazu. Da Asbest gesundheitsgefährdend ist und nicht auszuschließen, wird Qwens Hinweis als sicherheitsrelevante Ergänzung priorisiert. Oberflächenbehandlung vor Tapezierung ❌ GoogleAI erwähnt „Isoliergrund“, Qwen widerlegt dies als kontraproduktiv (steigert Kapillarität). DeepSeek fordert vollständige Entfernung aller Anstriche/Tapeten. Konsens: Keine Versiegelung – nur diffusionsoffene Mineralputze oder Silikatfarben. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Schornsteinfegermeister mit Kamerabefahrung und Dichtheitsprüfung, prüfen Sie auf Asbest, sanieren Sie den Schornstein fachgerecht (Edelstahlrohr + Isolierung), trocknen Sie das Mauerwerk fachgerecht und verwenden Sie ausschließlich diffusionsoffene, mineralische Oberflächen – niemals Folien, Kunstharz oder Isoliersalz.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unentdeckter Asbest in Schornsteinmörtel oder Dämmung Gesundheitsgefährdung durch Einatmen von Fasern, erhöhtes Krebsrisiko, hohe Sanierungskosten bei Nachweis. 🔴 Risiko Unzureichende Schornsteinsanierung (z. B. nur Tapezieren ohne Rohreinbau) Weitere Versottung, Schimmelbildung hinter Tapete, Erosion des Mauerwerks, Gefahr von Schornsteinbrand oder Rauchgasaustritt. 🔴 Risiko Verwendung von Alufolie oder Kunstharzfarben Feuchteverschluss, beschleunigte Salzausblühung, Blasenbildung, langfristige Zerstörung der Mörtelfugen und Putzschichten. 🔴 Risiko Fehlende Trocknung des Mauerwerks vor Oberflächenbehandlung Permanente Feuchtigkeit im Mauerwerk, Schimmel hinter Tapete, gesundheitliche Belastung, dauerhafte Geruchsbildung, Verlust der Haftung. 🔴 Risiko Keine Dichtheitsprüfung vor Wiederinbetriebnahme Unbemerkt austretende Rauchgase (CO, CO₂), akute Gesundheitsgefahr für Bewohner, insbesondere im Schlafzimmer. ✅ Chance Fachgerechte Schornsteinsanierung mit Edelstahlrohr und Isolierung Langfristige Schadensfreiheit, sichere Holzfeuerung, deutliche Energieeffizienzsteigerung, Erhöhung der Wohnqualität und Immobilienwert. ✅ Chance Einbindung eines Sachverständigen (DIN 18022) Schaffung einer lückenlosen Dokumentation für Versicherung und Sanierungsplanung, rechtssichere Abnahme, Vermeidung von Folgeschäden. ✅ Chance Verwendung diffusionsoffener Mineralputze und Silikatfarben Langfristige Oberflächenstabilität, natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte, Schimmelresistenz, hohe Lebensdauer, ökologische Verträglichkeit. ✅ Chance Kamerabefahrung und Feuchtemessung mit Salzanalyse Präzise Schadenslokalisierung, maßgeschneiderte Sanierungsstrategie, Vermeidung von Über- oder Untersanierung, Kosteneinsparung langfristig. ✅ Chance Ganzheitliche Bauphysik-Analyse (Zug, Abgastemperatur, Dämmung) Optimierung des gesamten Heizsystems, Vermeidung neuer Kondensatbildung, Nachhaltige Nutzung des historischen Schornsteins. Orientierungshilfen
- Asbestabklärung unverzüglich einleiten: Beauftragen Sie einen akkreditierten Asbestlabor-Dienstleister zur Probenahme an Mörtel- und Putzstellen des Schornsteins – insbesondere bei Kontakt mit Schlafzimmern.
- Fachmann beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Schornsteinfegermeister mit Erfahrung in historischen Anlagen – für Kamerabefahrung, Dichtheitsprüfung, Feuchtemessung und Salzanalyse.
- Schornstein sanieren lassen: Lassen Sie umgehend ein korrosionsbeständiges Edelstahl-Abgasrohr mit mineralischer Isolierung einziehen – inkl. Anschlusskontrolle und Zugprüfung.
- Mauerwerk fachgerecht trocknen: Beauftragen Sie einen Bauphysik-Experten (z. B. nach VdTÜV-Merkblatt 370) für eine kontrollierte, langsame Trocknung – keine Heizlüfter oder Folienverschlüsse.
- Oberfläche nur diffusionsoffen gestalten: Verwenden Sie ausschließlich mineralische Kalk- oder Silikatfarben sowie diffusionsoffenen Putz – niemals Kunstharz, Folien, Isoliersalz oder Tiefengrund.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle Gutachten (Asbest, Schornstein, Feuchte), Rechnungen und Prüfprotokolle – notwendig für Versicherung, BAFA-Förderung und spätere Verkaufsdokumentation.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Versottung
- Die Durchfeuchtung des Schornsteinmauerwerks durch Kondensat aus Rauchgasen. Dies führt zu Schäden am Mauerwerk und kann Schimmelbildung begünstigen.
Verwandte Begriffe: Kondensation, Rauchgase, Feuchtigkeit, Schimmel - Diffusionsoffen
- Die Fähigkeit eines Materials, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Materialien ermöglichen den Feuchtigkeitsaustausch und verhindern die Ansammlung von Feuchtigkeit.
Verwandte Begriffe: Atmungsaktivität, Wasserdampfdurchlässigkeit, Feuchtigkeitsregulierung - Isoliergrund
- Eine spezielle Grundierung, die aufgetragen wird, um Fleckenbildung durch Restfeuchtigkeit oder andere Verunreinigungen zu verhindern. Er bildet eine Sperrschicht zwischen Untergrund und Tapete.
Verwandte Begriffe: Grundierung, Sperrgrund, Fleckenblocker - Kondensation
- Der Übergang von einem gasförmigen in einen flüssigen Zustand. Im Zusammenhang mit Schornsteinen bezeichnet Kondensation die Verflüssigung von Wasserdampf aus den Rauchgasen.
Verwandte Begriffe: Rauchgase, Feuchtigkeit, Versottung - Schornsteinsanierung
- Maßnahmen zur Instandsetzung und Verbesserung eines Schornsteins. Dies kann das Einziehen eines Edelstahlrohrs, die Abdichtung des Mauerwerks oder andere Reparaturen umfassen.
Verwandte Begriffe: Sanierung, Instandsetzung, Reparatur - Feuchtigkeitsmessgerät
- Ein Gerät zur Messung des Feuchtigkeitsgehalts von Materialien. Es wird verwendet, um die Restfeuchtigkeit in Wänden oder anderen Bauteilen zu bestimmen.
Verwandte Begriffe: Hygrometer, Feuchtigkeitssensor, Messgerät - Rauchgase
- Die gasförmigen Produkte, die bei der Verbrennung von Brennstoffen entstehen. Sie enthalten unter anderem Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Schadstoffe.
Verwandte Begriffe: Verbrennung, Abgase, Emissionen
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum hält die Tapete nicht am Schornstein?
Die häufigste Ursache ist Feuchtigkeit, die durch Versottung des Schornsteins entsteht. Die Feuchtigkeit löst den Kleister und führt dazu, dass sich die Tapete ablöst. Auch falsche Materialien oder eine unzureichende Vorbehandlung des Untergrunds können eine Rolle spielen. - Was ist Versottung?
Versottung bezeichnet die Durchfeuchtung des Schornsteinmauerwerks durch Kondensat aus Rauchgasen. Dies geschieht, wenn die Rauchgase zu stark abkühlen und die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Die Kondensate dringen in das Mauerwerk ein und verursachen Schäden. - Welche Tapeten sind für einen Schornstein geeignet?
Es sollten diffusionsoffene Tapeten verwendet werden, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Vliestapeten oder spezielle Klimatapeten sind hier eine gute Wahl. Vermeiden Sie Tapeten, die die Atmungsaktivität der Wand behindern. - Kann ich Isoliergrund verwenden?
Ja, ein Isoliergrund kann helfen, Fleckenbildung durch Restfeuchtigkeit zu verhindern. Er sollte jedoch erst aufgetragen werden, nachdem die Ursache der Feuchtigkeit beseitigt wurde und die Wand ausreichend getrocknet ist. - Was tun, wenn der Schornstein Flecken hat?
Flecken auf dem Schornstein können ein Zeichen für Versottung oder andere Feuchtigkeitsprobleme sein. Bevor Sie die Flecken überdecken, sollten Sie die Ursache von einem Fachmann abklären und beheben lassen. - Wie lange muss die Wand trocknen, bevor ich tapezieren kann?
Die Trocknungszeit hängt von der Menge der Feuchtigkeit und den Umgebungsbedingungen ab. Messen Sie die Restfeuchtigkeit mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Die Wand sollte eine Restfeuchtigkeit von unter 5% aufweisen, bevor Sie tapezieren. - Kann ich den Schornstein selbst sanieren?
Eine Schornsteinsanierung sollte immer von einem Fachmann durchgeführt werden, da sie spezielle Kenntnisse und Erfahrung erfordert. Eine unsachgemäße Sanierung kann die Funktion des Schornsteins beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen führen. - Welche Rolle spielt der Kaminofen bei der Versottung?
Ein falsch eingestellter oder betriebener Kaminofen kann die Versottung begünstigen. Achten Sie auf eine korrekte Verbrennung mit ausreichend Sauerstoff und verwenden Sie nur geeignete Brennstoffe. Lassen Sie den Ofen regelmäßig von einem Fachmann warten.
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