Suchefunktion BAU.DE Forum Neubau 5142: Poroton Dämmung

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Poroton Dämmung 12.11.08
Hallo zusammen,
Mein Frau und ich haben im vergangen Jahr eine Aufstockung und einen Anbau mit Flachdachterasse abgeschlossen. Innen ist bewohnbar. Nächstes Jahr wollen wir die Außenwand in Angriff nehmen.
Momentan erkundigen wir uns nach Möglichkeiten um abzuwägen was für uns in Frage kommt. Wir hätten gern ein wenig mehr Schallschutz aber da machen wir uns keine großen Hoffnungen.
Ein Bekannter meinte eine Vorhängefassade wäre eventl was für uns... die meisten schwören natürlich auf "normale" Dämmung... Ein anderer Bekannter meinte er würde das Geld lieber woanders investieren und nur verputzen ohne zusätzliche Dämmung.
http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm
Wenn ich mir sowas ankucke neige ich sogar dem recht zu geben auch wenn ich hier damit nicht sonderlich auf Gegenliebe stoßen werde :D
Nun hätten wir ganz gerne noch ein paar Meinungen hoffe hier werden wir fündig *g*
mfg
Jens
Name: Jens  

  1. gesetzliche Verpflichtung 13.11.08
    Hallo, zu Ihrem Bauvorhaben muss es auch einen Energiesparnachweis nach EnEV geben. Schauen Sie da erstmal rein. Der Nachweis ist einzuhalten.
    Und wenn der Anbau so klein ist, dass kein Nachweis gerechnet wurde, so müssen die Bauteile trotzdem die Höchst-U-Werte einhalten. Wahrscheinlich reicht eine nur verputzte Ziegelwand nicht aus, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
    Wenden Sie sich an Ihren Architekten, bzw. den Aufsteller der bautechnischen Nachweise.
    Gruß
    Name: Lott Andreas  

  2. hm ich finde da kann man diskutieren 13.11.08
    Zitat:
    "Die EnEV hat nun - mit letztem Restchen Rechtsstaatlichkeit noch im vorletzten Paragrafen gut versteckter Grundgesetzverpflichtung - für unzumutbare, also sozusagen alle Idiotenmaßnahmen im § 17 die Befreiung von den Verordnungsvorschriften wegen "unbilliger Härte" mangels wirtschaftlicher Zumutbarkeit vorgesehen."
    Quelle:
    http://www.konrad-fischer-info.de/7wsvoant.htm
    ziemlich weit unten...
    Muß sagen daß ich es im moment nicht ganz einsehe noch einen Kredit aufnehmen zu müssen (ganz egal wie hoch der sein würde) weil irgendwer irgendwas an meine Hauswand klatschen will. Dafür ist man ja auch Rechtschutzversichert *g*
    Name: Jens  

  3. EnEV 13.11.08
    Ich vermute, Sie haben weder einen EnEV-Nachweis noch einen Befreiungsantrag gestellt. Es reicht ja nicht aus, den § 17 zu lesen. Wenn, dann muss man auch den begründeten Antrag beim Bauamt stellen.
    Wenn Sie eine Porotonaußenwand aus normalem Hochlochziegel (wie dick, 24,30,36 cm oder mehr?) haben, dann erfüllen Sie weder die Vorgaben der Energieeinsparverordnung, noch die Fischerschen Theorieren, da die Wand zu dünn und zu leicht ist.
    Also weder guter U-Wert noch ausreichende Speichermasse.
    Dann ist der Ziegel wohlmöglich auch noch porosiert, was nach Fischer auch schon wieder Mist ist, da die Sorptionsfähigkeit im Eimer ist
    Was nun?
    Name: Lott Andreas  

  4. hehe falls Sie das ganze in den falschen ... 13.11.08
    hehe falls Sie das ganze in den falschen Hals bekommen haben entschuldige ich mich dafür. Ich bin nicht hier um mich zu streiten oder über Dämmungsverordnungen zu meckern.
    Uns geht es schlicht und einfach um die Frage "Was bringt es uns das Geld auszugeben?"
    Daß die Porotonsteine alleine mist sind ist auch klar aber ich kann sie nunmal nicht mehr weghexen. Nur bin ich auch nicht glücklicher wenn ich eine Dämmung von 14cm (ka was heute Standart ist) deshalb mehr Schulden auf der Bank habe und als Kirsche obendrauf noch den Schimmel nicht aus der Wand bekomme.
    EnEV hin oder her mit WIR müssen mit dem Schimmel dann leben und wenn ich morgens sehe wie Nass die Fenster sind will ich wissen wie heftig das noch gedämmt wird...eventl wirds ja sogar besser... um das zu hinterfragen bin ich hier.
    Aber danke für die Mühe der bisherigen Antworten und nochmals nichts für ungut falsch etwas von mir falsch ankam :)
    Name: Jens  

  5. Nein, hab ich nicht in den falschen Hals bekommen 13.11.08
    Es kommt nur immer wieder vor, dass Fans vom Herrn Fischer gar nicht wirklich Rat suchen und auch gar keine realen Bauvorhaben haben, sondern nur mal wieder eine Seitenlange Physikdiskussion starten wollen und Links auf Fischers Werbeseite setzen, damit bei dem der Rubel rollt.
    .
    Der Schallschutz hängt im Wesentlichen von den Fenstern und der Masse der Wand ab. Da diese Bauteile schon fertig sind, können Sie dort wohl nicht mehr viel verändern. Ein WDVS mit Styropor verschlechtert in der Regel den Schallschutz, eine Außendämmung z.B. mit Mineralwolldämmplatten kann den Schallschutz verbessern.
    .
    Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass eine Außendämmung (14cm sind da tatsächlich Standard heute) tatsächlich nun der nächste Schritt ist. Die Außendämmung kann als WDVS oder als Vorhandfassade ausgeführt werden.
    .
    Gerade bezüglich Schimmel ist Ihre ungedämmte, unverputzte Wand ein Kanditat für einen Schimmelbefall. Ich nehme an, Sie wohnen schon drin? Was meinen Sie mit "und als Kirsche obendrauf noch den Schimmel nicht aus der Wand bekomme." Soll das heißen, Sie haben schon welchen?
    .
    Sie müssen doch eine Baugenehmigung haben? Dazu gehört auch der EnEV-Nachweis. Was steht denn da für ein Wandaufbau drin?
    Gruß
    Name: Lott Andreas  

  6. lassen Sie´s doch einfach 13.11.08
    Wenn Sie es nicht einsehen noch einen Kredit aufzunehmen, dann verputzen Sie die Fassade doch einfach. Anstatt in unnütze Wärmedämmung zu investieren, um die Heizkosten zu senken, könnten Sie doch Aktien kaufen. Gibt es zur Zeit unschlagbar günstig.
    PS
    Eine kleine Anmerkung noch: Es gibt bereits Passivhäuser und stellen Sie sich vor: die funktionieren.
    Viele Grüße
    Name: Michael Hofmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. Nein richtigen großflächigen Schimmelpilzbefall in der Wand haben ... 13.11.08
    Nein richtigen großflächigen Schimmelpilzbefall in der Wand haben wir zum Glück nicht. Aber man sieht morgens einfach jede Menge Feuchtigkeit am Kunststoffensterrahmen und an der Scheibe und am Rahmen wo die Tapete beginnt ist hier und da eine dunkle Verfärbung die ich als Schimmelflecken definiere.
    Mit Herrn Fischer habe ich nichts am Hut ich erkundige mich nur nach so vielen Meinungen wie möglich (und Meinungen gibt es zu dem Thema geradezu unglaublich viele).
    Ja wir wohnen bereits darin und ja wir haben auch eine Baugenehmigung aber ich seh um ehrlich zu sein nix von der EnEV wobei ich mir auch nicht sicher bin wo ich da suchen soll.
    Zitat: "Ein WDVS mit Styropor verschlechtert in der Regel den Schallschutz, eine Außendämmung z.B. mit Mineralwolldämmplatten kann den Schallschutz verbessern." <-- genau für solche Info's bin ich hier vielen Dank höre ich zum ersten mal.
    Was ich weiß ist daß die Wände aus 30er Poroton T12 bestehen.
    Hmm also ich weiß nicht wie die Finanzen von anderen so aussehen aber ich habe tatsächlich ein Problem damit einen Kredit aufzunehmen WENN das dafür gekaufte nicht auch wirtschaftlich ist. Wenn ich höre was andere an Heizkosten ausgeben bin ich noch hervorragend dran und das ohne Außenputz.
    Ergo könnte ich nun hergehen und das Geld in Dämmung stecken wo ich nicht weiß ob es sehr viel bringt....ODER ich stecke das Geld in was anderes z.b. Solaranlage für Warmwasser oder ähnliches.
    Die Info mit den Passivhäusern hab ich irgendwie irgendwo schonmal gehört oder gelesen man weiß es nicht mehr genau ich hab es für eine Legende gehalten aber hey nobody is perfect. Stellt sich mir nur das Problem daß mein Gebäude nie als Passivhaus geplant war und somit wirtschaftlich für mich eine komplette Umstellung nunja sagen wir mal sehr kostspielig sein würde. Aber ok auch danke für diesen Beitrag.
    Ps auch von mir: Das mit den Aktien hab ich am eigenen Leib erfahren ich hab genug Geld dadurch verlorn danke auch für die Info.
    Name: Jens  

  8. 30er Wand T12 14.11.08
    Ich vermute, dass sich der Planer, wenn es denn einen gibt, bei der 30er Wand aus einem T12 gedacht hat, dass diese ohne Außendämmung funktionieren soll.
    Von den Wärmedämmeigenschaften liegt diese Wand aber irgendwo bei dem Standard von vor 10 Jahren. Eine Wanddicke von 36,5 cm bei einem T12 wäre sicherlich nicht von Nachteil gewesen.
    .
    Aber es muss doch neben dem Bauantrag auch eine Statik und einen EnEV-Nachweis gegeben haben? Wenn Sie es nicht wissen, dann rufen Sie dochmal Ihren Architekten und/oder den Statiker an, ob es diesen Nachweis gibt.
    .
    Einen bestimmten Schallschutz hat die Außenwand ja bereits. Ob dieser ausreicht hängt von der Außenlärmbelastung ab. Wenn keine verkehsbelastenen Straßen, Autobahnen, Flughäfen, Starßenbahnen usw. in der Nähe sind, dann kann man auch ruhig durch ein WDVS den Schallschutz etwas verschlechtern. Wenn allerdings Lärmquellen vorhanden sind, gegen die Sie sich schützen wollen, dann ist es für einen effektiven Schallschutz bereits zu spät. Den Schallschutz plant man vorher und bei ordentlicher Planung wäre sicherlich ein anderer Wandaufbau mit anderen Fenstern genommen worden.
    .
    Bezüglich der Kondesaterscheinigungen an Ihren Fenstern und den Laibungen sollten Sie mal schleunigst tätig werden. Das deutet auf noch zu hohe Baufeuchte und ungenügendes Heizen und Lüften hin. Sie sollten sich überlegen, vor dem Winter eine Bautrocknung durchzuführen, damit Ihnen der Bau nicht absäuft. Wer weiß, vielleicht kriegen wir ja mal wieder einen knackig kalten Winter.
    Um einen Außenputz (egal ob mit oder ohne Dämmung) ist es jahreszeitlich eh schon fast zu spät.
    .
    Sie sollten auf die Beratung eines Kollegen vor Ort (Architekt, Ingenieur) zurückgreifen.
    Gruß
    Name: Lott Andreas  

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