Suchefunktion BAU.DE Forum Kosten- und flächensparendes Bauen 105: wo am sinnvollsten kosten einsparen

Kosten- und flächensparendes Bauen

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wo am sinnvollsten kosten einsparen 20.12.07
liebes forum!
ich möchte 2008 ein haus bauen. zur verfügung stehen ca 225.000€.
natürlich muss man baunebenkosten abziehen, aber das grundstück ist zumindest schon vorhanden.
das haus soll das maximale an dämmung rausholen.
ein weiterer großer kostenteil wird die heizung sein (erdwärme + sonnenkollektor).
meine frage wäre nun, wo ist es am geschicktesten, den hebel anzusetzen um unnütze kosten einzusparen.
es sei dazu gesagt, dass das haus ausser einer schönen holzvertäfelung (lerche, verwittert) keinen schnick schnack haben wird.
ich zähle einfach die liste der punkte auf, bei denen ich mir einsparungspotential erhoffe:
- kein keller. es ist so viel grund vorhanden, dass ich in die fläche gehen kann
- keine aufwändige elektrik, keine jalousien usw
- keine ecken im grundriss. rechteckige form
- keine dachgauben usw.
was denkt das forum: wo kann noch sinnvoll gespart werden, bzw. wo habt ihr bei euren projekten erfolgreich (und sinnvoll) gespart?
merci
wolfgang
Name: wolfgang  

  1. Gute Planung spart am allermeisten ein 20.12.07
    Was in der Planung (oder auch BAU-Überwachung) vergessen wird oder falsch geplant wird, muss bei der Ausführung mit viel Geld wieder "gerichtet" werden, wenns denn noch geht.
    Daher:
    Saubere Planung (z.B. wenn Keller, welcher Lastfall Wasser liegt an > z.b. mit Bodengutachten, ggf. aber auch sinnvoll, wenn wie bei Ihnen, kein Keller)
    Bauleiter der auf IHRER Seite steht und Mängel bereits im Ansatz entdeckt.
    Saubere Planung (setzt vorraus, SIE wissen was Sie wollen).
    Saubere Koordination der Gewerke
    Nur ein Beispiel: Wir hatten Fermacell-Platten für die Innenverkleidung gewählt. OK, macht der Innenausbauer (war im Vertrag enhalten).
    Die Platten wurden dann EINZeln ins Haus getragen und bis in OG "gehievt". Gut fürs Bodybuilding, aber schlecht für die Leute die es machen mussten.
    Heute würde ich bereits beim Rohrbau, 1-2 Paletten Fermacell-Platten ins jeweilige Stockwerk stellen lassen (z.b. mit dem Kran). Spart einiges an Arbeitszeit für den Innenausbau. Und runter ist einfacher als hoch.
    usw.usw.usw....
    Name: kho  

  2. Wollen sie wirklich sparen?? 20.12.07
    225 TEUR muss man nicht in ein Haus stecken, wollen sie aber wohl. Wie ist das dann gemeint mit dem sparen? Wir haben auch so viel bezahlt aber incl. Grundstück, Nebenkosten und Möbel.
    Sparen würde ich mir zuerst den Sonnenkollektor, der ist bestimmt nicht wirtschaftlich und evtl. auch die Erdwärme. Einen Sonnenschutz muss man haben, wenigstens als ausgeprägter Dachüberstand, wenn man so baut, dass das Sonnenlicht über die Fensterflächen mit genutzt wird. Dann das Raumkonzept prüfen. Weniger, aber sinnvoll gebaute Wohnfläche spart Bau- und Betriebskosten.
    Name: Bernhard Kuner   E-Mail-Adresse anzeigen   http://home.arcor.de/bkuner

  3. boa - Erdwärme streichen? 20.12.07
    Erdwärme ist gut, auch wenn die Erstanschaffung kostet. Bei entsprechender Arbeitszahl hohlen Sie das im Gegenzug zu den heftigen Gas- und Ölpreissteigerungen (über 12% p.a.) schnell wieder raus. Der Kollektor? Stromerzeugung oder Trinkwarmwasserunterstützung? TWW-Unterstützung ist was für die Umwelt, aber nicht unbedingt eine Einsparung gegenüber konventuioneller TWW-Erwärmung. Bei vielen Rechenbeispielen wird die Instandhaltung der Anlage nicht bedacht.
    Solarstrom bringt was, solange die Einspeisevergütung noch gut ist (Solarstrom teuer an den Versorger verkaufen und im Gegenzug billigen Strom zur Eigennutzung einkaufen).
    Mit dem Weglassen von Rollläden tun Sie sich vermutlich bei großen, vielleicht bodentiefen Fenstern keinen Gefallen, kommt aber etwas auf die Fenstergröße an.
    Name: Uwe Tilgner   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Sparen... 20.12.07
    es gibt eine fast unüberschaubare Menge an "Einspartipps". Letztlich muss aber das Gesamtpaket stimmen und hier sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
    Und verlieren Sie nicht aus dem Auge, dass Ihnen das Haus am Ende noch gefallen muss und nicht nur das Ergebnis des Einparprimats ist. Nicht jeder mag bspw. ein rechteckiges "Garagendesign" und "grundflächenoptimierte" Räume.
    Es gibt darüber hinaus viele angenehme Dinge, wie z.B. elektrische Rollladen, die kann man sich zwar wegsparen und man braucht so etwas nicht wirklich, aber erhöhen doch auch die Lebensqualität.
    Nicht alles wird sich auch im klassischen Sinne rentieren (Solaranlage).
    Wenn Sie unter sparen nicht nur Energiesparen meinen, dann ist das höchst relativ am Bau.
    Ich würde z.B. nie an der Elektrik sparen.
    Andere "Extras" kosten vielleicht gar nicht oder nicht so viel wie der unbedarfte Bauherr vermutet. Manches ist nur Verhandlungsgeschick oder wie der Vorredner schon deutlich gemacht hat, gute Planung (oder eben guter Einkauf).
    Gruß
    Name: Dirk Trost  

  5. Hohe Lebensqualität trotz weggesparter Rollos! 20.12.07
    .
    Auch wir haben die elektrischen Rollos weggespart,und zwar bei allen Nord- und Ostfenstern. (die Süd-und Westfenster sind selbstverständlich mit elektrischen Raffstores zwecks Sonnenschutz ausgestattet). Trotzdem hat sich die Lebensqualität erhöt, zumindest die unserer Nachbarinnen. Nämlich dann, wenn ich nackig im Badezimmer vor meinem Waschtisch stehe und wieder mal vergessen hab, den Vorhang des bodentiefen Fensters zuzuziehen, bevor ich das Licht einschalte…
    .
    Wie oft hab ich mir von meiner Frau schon eine diesbezügliche Fehlplanung vorwerfen lassen müssen! Ich kanns nimmer hören...
    .
    Name: Ortwin Duddeck  

  6. thema sonnenkollektor usw.. 20.12.07
    hallo!
    vielen dank schon mal für die rege teilnahme.
    das thema sonnenkollektor + wärmepumpe ist halt so eine sache. ich möchte fast behaupten, dass dies bei mir eine grundsatzfrage ist. vielleicht würde ich den sonnenkollektor auch durchdrücken, wenn er wirtschaftlich vielleicht gerade mal auf 0 geht. einfach wegen meiner grundeinstellung. aber das muss hier nicht entschieden werden.
    natürlich will ich nicht 225000€ in das haus stecken, wenn es garnicht nötig ist. mir reichen 150000 auch schon! :-)
    je weniger desto besser. deswegen versuche ich gerade die hauptkostenpunkte herauszufinden. und zwar so, wie ihr es schon in den tips gesagt habt: ohne dass man sich am ende ärgert.
    das mit den rolläden usw. ist kein großes thema, weil ich sozusagen ohne rolläden aufgewachsen bin. aber das war eigentlich nur, um die liste der "zu streichenden elemente" etwas größer zu bekommen. wirklich viel ist mir noch nicht eingefallen.
    was ich aber auf alle fälle machen werde: ein architekt, der auch die baukostenüberwachung übernimmt. so wie ihr schon beschrieben habt, kann das durchaus vorteile haben. natürlich ist so ein architekt halt dann auch um einiges teurer.
    wo ich mir auch schon relativ sicher bin, ist das thema eigenleistung. ich denke da werde ich mich nicht überschätzen. hier habe ich schon viel im forum gelesen. ich werde sämtliche innenmalereien und die böden selber machen. mehr wahrscheinlich nicht. elektrik könnte ich zwar, aber da plane ich lieber jemanden ein. zur not kann man da noch einschreiten. für den rest am haus reichen leider meine handwerklichen fähigkeiten nicht aus :-)

  7. Erdwärme wegen der Grundeinstellung, interessant. 21.12.07
    Deinem Namen nach möchte ich behaupten, dass Du auch so in meinem Alter bist, also vermutlich in deiner Jugend auch "alternativ" warst. Der beste Spruch von damals war: "Energiesparen, unsere beste Energiequelle". Der gilt auch heute noch. Das hat, wenn man es ernst nimmt mehr mit persönlichem Verhalten zu tun (muss man morgends 20 Min. duschen, die Bude auf 23 Grad heizen, damit es auch im WInter mit T-Shirt noch angenehm ist??). Oft scheint mir soll dann mit aufwändiger Technik das gute Gewissen für falsches, aber luxuriöses Verhalten erkauft werden. Diese Wärempumpen sind da der Gipfel der Heuchelei. Für den Reststrom muss letztlich genausoviel Primärenergie aufgewendet werden wie wenn man das Gas gleich verbrennt. Oder die Solaranlage. Ich habe mir damals aus ähnlich ökologischem Bewustsein auch so eine Ding gekauft. Einsparpoteintial ca 40 EUR/Jahr (Oder MUSS ich jetzt 20 Min. duschen, nur weil ich dann mehr einspare ?-) . Kosten ... (peinlich) Voller Griff ins Klo. Da hät ich das Geld wirklich besser gespendet. Unsere Betriebskosten sind auch mit stinknormaler Gas Heizung (ca. 12.000 kWh, 670 EUR/Jahr für Heizung,WW, Kochen verdammt niedrig. Stromverbrauch 2300 kWh, auch nicht besonders viel für fünf Leute. Wir haben nur ein ziemlich billiges 0815 Typhaus von einem großen Anbieter. Aber das tut es wirklich gut.
    Name: Bernhard Kuner   E-Mail-Adresse anzeigen   http://home.arcor.de/bkuner

  8. hi bernhard nein, die erdwärme ist keine grundeinstellung. ... 21.12.07
    hi bernhard
    nein, die erdwärme ist keine grundeinstellung.
    unsere grundeinstellung ist, ökonomisch und ökologisch gut zu fahren.
    ich weiß nicht, ob ich in deinem alter bin. ich bin 32 :-)
    und nein, wir duschen weder 20 minuten, noch laufen wir in kurzen hosen durchs haus. ich bin ehrlich gesagt sogar ziemlich spartanisch aufgewachsen. in einem haus ohne zentralheizung.
    von aufwändiger technik war nie die rede. welche heiztechnik ist denn zur zeit aufwändig? sonnenkollektoren sind das nicht. wärmepumpe finde ich jetzt auch nicht unbedingt aufwändig. gas und ölheizungen fände ich dagegen sogar aufwändiger und anfälliger.
    meine eltern haben seit 15 jahren sonnenkollektoren am dach und da war noch kein einziges mal was kaputt. ok, vielleicht ein ausnahmefall, aber ich halte dise technik schon für recht einfach.
    erdwärme ist sicherlich etwas komplizierter. aber das kann ich mir vielleicht sparen, wenn ich eher richtung passivhaus gehe.
    das ein kleiner ofen im haus steht ist eigentlich eh schon eingeplant.
    wie ich oben schon erwähnt habe:
    das haus soll auf unnötigen schnickschnack wie zb. elektrische rolläden verzichten, um im gegenzug die finanziellen mittel auf gute dämmung usw zu konzentrieren. ok, der verzicht auf wenige kleine dinge kann den großen kostenfaktor dämmung nicht aufwiegen, aber genau deswegen frage ich ja hier.
    was deine derzeitigen heizungskosten angeht:
    670€ ist jetzt
    aber was ist in der zukunft? wenn sich die preise verdoppeln?
    ich würde ich eben gerne auskoppeln.
    gruß,
    wolfgang

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