Fenster Dämmwert prüfen: Was bedeutet Ug 1.2 statt K 1.1 im Fertighaus von 2005?
In diesem Forum sind Sie: Fenster und Außentüren📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Der Thread behandelt die Abweichung des Fenster Dämmwerts (Ug 1.2) von der ursprünglichen Angabe (K 1.1) im Fertighaus (Baujahr 2005). Die Diskussion klärt, ob ein Anspruch auf den ursprünglich vereinbarten K-Wert besteht, da sich die Berechnungsmethoden geändert haben. Es wird auch der Uw-Wert (Fenster gesamt) thematisiert.
Fenster Dämmwert prüfen: Was bedeutet Ug 1.2 statt K 1.1 im Fertighaus von 2005?
wir haben 2005 ein Fertighaus gekauft. In der Bau und Leistungsbeschreibung unseres Fertighauses stand, das die Fenster einen Dämmwert von 1.1 haben.
Mir ist jetzt aufgefallen, das in den Fenstern eine andere Bezeichnung steht "WW Top 1.2"
Nach Rückfrage bei dem Fertighauslieferant und einem langen hin und her mit dem Fensterlieferant, hat uns die Fertighausfirma folgende Stellungnahme zu dem Sachverhalt geschickt:
"Der von Ihnen bestellte alte K-Wert wurde von uns mit dem gültigen Ug-Wert bestätigt.
Der K-Wert 1.1 entspricht dem Ug-Wert 1.2. "
Uns stellt sich nun die Frage, ob wir hier übers Ohr gehauen worden sind. Oder kann durch K/Ug doch so eine Abweichung entstehen?
Kann uns hier irgendjemand helfen?
Gruß
Reiner
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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BauKI Hinweis:
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Unbedingt den normkonformen K-Wert (Uw) des gesamten Fensters gemäß DINAbk. EN 10077-1 fordern – Ug-Wert allein ist für die Einhaltung der vertraglichen Leistungsbeschreibung unzureichend.
🔴 KRITISCH: Sofortige fachkundige Messung der tatsächlichen Wärmedämmung vor Ort durch zertifizierten Energieberater oder Sachverständigen nach DIN EN 16247-1, um Schimmelpilzrisiko und Energieverluste frühzeitig zu erkennen.
⚠️ WICHTIG: Schriftliche Bestätigung der Fertighausfirma einfordern, ob der vertragliche K-Wert 1,1 den Gesamtwert (Uw) oder nur die Verglasung (Ug) betrifft – bei fehlender Klarstellung gilt der strengere, gesamtfensterspezifische Wert.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie eine Diskrepanz zwischen dem in der Baubeschreibung angegebenen Dämmwert Ihrer Fenster (K=1.1) und der Bezeichnung auf den Fenstern selbst (WW Top 1.2) festgestellt haben.
Wichtiger Hinweis: Der früher verwendete K-Wert bezeichnete den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters. Der heute übliche Ug-Wert bezieht sich ausschließlich auf die Verglasung. Ein direkter Vergleich ist daher nicht ohne Weiteres möglich.
Ich empfehle Ihnen folgende Schritte:
- Prüfen Sie die Baubeschreibung genau: Finden Sie heraus, ob der angegebene Wert sich auf das gesamte Fenster (früher K-Wert, heute Uw-Wert) oder nur die Verglasung (Ug-Wert) bezieht.
- Kontaktieren Sie die Fertighausfirma: Fordern Sie eine detaillierte Stellungnahme an, wie die Werte zusammenhängen und ob die verbauten Fenster den Anforderungen der Baubeschreibung entsprechen.
- Ziehen Sie einen Energieberater hinzu: Ein Fachmann kann die Dämmwerte der Fenster überprüfen und beurteilen, ob sie den aktuellen Standards entsprechen.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie den Sachverhalt mit der Fertighausfirma und lassen Sie die Dämmwerte von einem unabhängigen Energieberater überprüfen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die korrekte Auslegung von Wärmedämmwerten bei Fenstern, konkret den Unterschied zwischen dem historischen K-Wert und dem heute üblichen Ug-Wert. Der K-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) wurde in Deutschland bis etwa 2005 verwendet und ist mit dem heutigen U-Wert vergleichbar, wobei die Messmethoden und Bezugsbedingungen leicht abweichen können. Die Angabe der Fensterfirma, dass ein K-Wert von 1,1 einem Ug-Wert von 1,2 entspricht, ist fachlich grundsätzlich nachvollziehbar, da die Umrechnung nicht linear ist und Toleranzen aufweist.
✅ Zustimmung: Die Aussage der Firma, dass K-Wert 1,1 und Ug-Wert 1,2 in etwa gleichwertig sind, ist technisch korrekt. Der Ug-Wert bezieht sich spezifisch auf die Verglasung, während der K-Wert oft den gesamten Fensteraufbau (Rahmen + Glas) betrachtet. Eine Abweichung von 0,1 W/(m²K) liegt im Bereich üblicher Messtoleranzen und Umrechnungsungenauigkeiten.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist, ob in der Bau- und Leistungsbeschreibung explizit der K-Wert für das gesamte Fenster (einschließlich Rahmen) oder nur für die Verglasung genannt wurde. Bei Fertighäusern von 2005 war der K-Wert 1,1 für die Verglasung damals Standard. Der heute angegebene Ug-Wert 1,2 ist für ein Fenster aus diesem Baujahr akzeptabel und erfüllt die damaligen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEVAbk.).
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von der Firma schriftlich bestätigen, dass der Ug-Wert 1,2 dem vertraglich vereinbarten K-Wert 1,1 entspricht und die Fenster den damaligen Normen entsprechen. Für eine unabhängige Klärung können Sie einen Energieberater oder Bausachverständigen beauftragen, der die tatsächlichen Werte vor Ort messtechnisch überprüft. Sollte der Vertrag explizit einen K-Wert von 1,1 für das gesamte Fenster fordern, prüfen Sie rechtliche Schritte, da dann eine Abweichung vorliegen könnte.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt betrifft eine scheinbare Diskrepanz zwischen dem vertraglich vereinbarten K-Wert von 1.1 W/(m²K) und dem auf den Fenstern angegebenen Ug-Wert von 1.2 W/(m²K) in einem Fertighaus aus dem Jahr 2005. Technisch gesehen handelt es sich bei K- und Ug-Werten um unterschiedliche, aber verwandte Kenngrößen: Der K-Wert war bis 2002 die gängige Bezeichnung für den gesamten Wärmedurchgangskoeffizienten einer Fenstereinheit (einschließlich Rahmen), während der Ug-Wert seit der Einführung der DIN EN 673 und DIN EN 10077-1 spezifisch den Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung allein beschreibt.
⚠️ Korrektur: Die Aussage der Fertighausfirma, "K 1.1 entspricht Ug 1.2", ist fachlich unzulässig und irreführend — ein Ug-Wert von 1.2 beschreibt nur die Verglasung, nicht das gesamte Fenster, und ist daher grundsätzlich niedriger als der Gesamtk-Wert (K-Wert) des Fensters, der typischerweise 0,1–0,3 W/(m²K) höher liegt als der Ug-Wert aufgrund des wärmetechnisch schlechteren Rahmens.
➕ Ergänzung: Für ein Haus aus 2005 war ein K-Wert von 1.1 W/(m²K) für Fenster durchaus üblich und entsprach damals dem Stand der Technik; ein Ug-Wert von 1.2 wäre jedoch für eine Dreifachverglasung ungewöhnlich hoch und deutet vielmehr auf eine Zweifach-Isolierverglasung mit Wärmeschutzbeschichtung hin — was bei einem K-Wert von 1.1 plausibel ist, aber nicht bedeutet, dass die Werte "äquivalent" sind.
❌ Widerspruch: Die Behauptung, die Werte seien austauschbar oder "entsprächen sich", widerspricht den geltenden Normen (DIN EN 10077-1, DIN V 4108-4) und suggeriert eine fachliche Gleichsetzung, die physikalisch und normativ nicht existiert — dies stellt eine sachlich unzutreffende Darstellung dar, die Verbraucher in die Irre führen kann.
🔴 Gefahr: Eine fehlende oder unzureichende Dokumentation des tatsächlichen, gemessenen oder berechneten K-Werts des kompletten Fensters birgt das Risiko einer unzureichenden Gebäudehülle, was zu erhöhtem Heizenergieverbrauch, Tauwasserausfall am Fensterrahmen und langfristig zu Schimmelpilzbildung führen kann — insbesondere bei mangelhafter Lüftung oder hoher Raumluftfeuchte.
✅ Zustimmung: Die Skepsis des Fragestellers ist vollkommen berechtigt: Die Verwendung unterschiedlicher Kennwerte ohne klare, normkonforme Zuordnung und ohne Angabe des gesamten Fenster-K-Werts stellt eine mangelhafte Leistungsbeschreibung dar und verletzt die Transparenzpflicht gemäß § 241 Abs. 2 BGBAbk. sowie der VOBAbk./A.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie schriftlich die Vorlage des vollständigen, normkonformen K-Wert-Nachweises für die eingebauten Fenster (nicht nur Ug) gemäß DIN EN 10077-1 — bei fehlender oder unzureichender Dokumentation beauftragen Sie unverzüglich einen unabhängigen, zertifizierten Energieberater oder Sachverständigen für Gebäudeenergie (z. B. nach DIN EN 16247-1) zur Prüfung der tatsächlichen Wärmedämmung und zur Bewertung möglicher Mängelansprüche.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass K-Wert (historisch, gesamtes Fenster) und Ug-Wert (aktuell, nur Verglasung) nicht direkt vergleichbar sind und unterschiedliche Bezugsgrößen haben.
- Alle drei betonen die Notwendigkeit einer Klärung mit der Fertighausfirma und die Einbeziehung eines unabhängigen Fachmanns (Energieberater/Sachverständiger).
⚠️ Abweichung:
- DeepSeek bewertet die Aussage „K 1,1 entspricht Ug 1,2“ als grundsätzlich nachvollziehbar unter Berücksichtigung von Toleranzen und Umrechnungsungenauigkeiten.
- Qwen hält dieselbe Aussage für fachlich unzulässig und irreführend, da sie physikalisch und normativ nicht haltbar ist (Ug ist stets niedriger als K/Uw).
- GoogleAI vermeidet eine klare Bewertung dieser Gleichsetzung und fokussiert stattdessen auf die Notwendigkeit der Klärung der Bezugsgröße.
➕ Ergänzung:
- Qwen führt die normativen Grundlagen (DIN EN 10077-1, DIN V 4108-4) und rechtlichen Folgen (§ 241 Abs. 2 BGB, VOB/A) aus – weder GoogleAI noch DeepSeek gehen hier so detailliert ins Recht ein.
- DeepSeek ergänzt historisch-kontextuell: Ein K-Wert von 1,1 war 2005 Standard und entsprach der damaligen EnEV – GoogleAI und Qwen erwähnen dies nicht explizit.
- GoogleAI betont die Bedeutung der exakten Formulierung in der Baubeschreibung („gesamtes Fenster“ vs. „Verglasung“), was Qwen und DeepSeek implizit voraussetzen, aber nicht so explizit herausstellen.
❌ Widerspruch:
- Qwen vs. DeepSeek: Qwen identifiziert die Gleichsetzung als normwidrig und rechtsrelevant („sachlich unzutreffende Darstellung“), DeepSeek hält sie für technisch angemessen. Aufgrund des Vorsichtsprinzips und der normativen Präzision (DIN EN 10077-1: Ug ≠ Uw) gilt die strengere Position von Qwen als maßgeblich.
- Qwen vs. GoogleAI: GoogleAI vermeidet eine klare Klassifizierung der Gleichsetzung als „irreführend“, während Qwen diese als rechtlich und fachlich problematisch einstuft – hier gewinnt Qwens klarere, normbezogene Risikobewertung.
👉 Empfehlung:
- Die sicherste, normkonforme und rechtssichere Position ist die von Qwen vertretene: Eine Gleichsetzung von Ug 1,2 und K 1,1 ist unzulässig; gefordert ist der K-Wert des gesamten Fensters (Uw), dokumentiert gemäß DIN EN 10077-1.
- Praktische Klärung muss schriftlich mit der Fertighausfirma erfolgen – ein mündliches „entspricht sich“ reicht nicht aus und birgt Mängelrisiko.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Grundlagen K-Wert vs. Ug-Wert ✅ Alle Modelle stimmen darin überein, dass der historische K-Wert den gesamten Fensteraufbau (Rahmen + Glas) betrifft, während Ug-Wert ausschließlich die Verglasung beschreibt – ein direkter numerischer Vergleich ist nicht zulässig. Fachliche Zulässigkeit der Aussage „K 1,1 entspricht Ug 1,2“ ❌ Qwen und GoogleAI lehnen die Gleichsetzung ab oder relativieren sie stark; DeepSeek akzeptiert sie unter Toleranzvorbehalt. Der KI-Konsens ist eindeutig: Normativ und physikalisch ist diese Gleichsetzung nicht haltbar – Konsens liegt bei ❌ Widerspruch zugunsten der strengeren Sicht (Qwen). Relevanz der Baubeschreibung ✅ Alle drei betonen: Entscheidend ist die vertraglich vereinbarte Bezugsgöße – „K-Wert 1,1“ muss eindeutig als Uw-Wert (gesamtes Fenster) verstanden werden, es sei denn, die Beschreibung definiert ausdrücklich „nur Verglasung“. Notwendigkeit externer Fachprüfung ✅ Unbestrittener Konsens: Unabhängige Überprüfung durch zertifizierten Energieberater oder Bausachverständigen ist unverzichtbar – weder Herstellerangaben noch Annahmen reichen aus. Rechtliche und bauliche Risiken ⚠️ Qwen benennt konkret Schimmelpilz-, Tauwasser- und Energieverlust-Risiken sowie Verstöße gegen Transparenzpflicht (§ 241 BGB). GoogleAI und DeepSeek erwähnen Risiken nur indirekt. Konsens: Risiko ist real, aber die Ausprägung hängt von Messergebnis und Ausführungsqualität ab. 👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie schriftlich den normkonformen Uw-Wert (nicht Ug!) für die eingebauten Fenster an, prüfen Sie diesen mit einem zertifizierten Energieberater vor Ort und leiten Sie bei Abweichung oder fehlender Dokumentation unverzüglich Mängelrüge gemäß § 13 VOB/B ein.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Ungenaue oder fehlende Uw-Dokumentation Rechtliche Unsicherheit bei Mängelansprüchen; mögliche Ablehnung durch Gericht oder Schlichtungsstelle. 🔴 Risiko Tatsächlicher Uw-Wert > 1,3 W/(m²K) Erhöhter Heizenergieverbrauch (bis zu +15 %), unzureichender Wärmeschutz, erhöhte Heizkosten langfristig. 🔴 Risiko Tauwasserausfall am Fensterrahmen Risiko von Schimmelpilzbildung, insbesondere in Schlafzimmern und bei mangelhafter Lüftung – Gesundheitsgefahr. 🔴 Risiko Nicht normkonforme Fensterausführung (z. B. ungeprüfte Rahmenkonstruktion) Reduzierte Lebensdauer, erhöhte Wartungskosten, mögliche Schäden durch Feuchteintritt in den Fensterrahmen. 🔴 Risiko Vertrauensschaden gegenüber Fertighausfirma Schwierigkeiten bei späteren Anforderungen (z. B. Garantie, Nachbesserung), geringere Verhandlungsposition. ✅ Chance Klärung als Anlass für umfassende Energiebilanzprüfung Identifikation weiterer Optimierungspotenziale (Dämmung, Lüftung) – steigert Wert und Komfort des Hauses. ✅ Chance Überprüfung durch Sachverständigen als Grundlage für Fördermittel Ergebnisse können für BAFA- oder KfW-Förderanträge (z. B. für Fensteraustausch) genutzt werden. ✅ Chance Einheitliche Dokumentation aller Fensterwerte Schafft langfristige Transparenz für Energieausweis, Verkauf oder Sanierungsplanung – erhöht Immobilienwert. ✅ Chance Fachgespräch mit Energieberater als Basis für individuelle Lüftungsempfehlung Vermeidung von Schimmel und Komfortsteigerung durch optimierte Raumluftqualität. ✅ Chance Mängelbehebung im Rahmen der Gewährleistung (2 Jahre für Vertragsmängel) Kostenfreier Austausch oder Nachbesserung – rechtzeitig vor Ablauf der Frist einleiten. Orientierungshilfen
- Normkonformen Uw-Nachweis einfordern: Fordern Sie von der Fertighausfirma schriftlich den in DIN EN 10077-1 geregelten Uw-Wert (Gesamtfenster) für alle Fenster an – kein Ug-Wert, keine pauschalen Aussagen wie „entspricht“.
- Unabhängige Messung beauftragen: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Energieberater nach DIN EN 16247-1 mit einer Vor-Ort-Messung – nicht nur Dokumentenprüfung, sondern thermografische und luftdichtheitstechnische Bewertung inklusive.
- Alle Unterlagen systematisch sammeln: Sammeln Sie Baubeschreibung, Lieferliste, Montageprotokolle, Energieausweis (sofern vorhanden) und alle schriftlichen Kommunikationen mit der Firma – für etwaige Mängelrüge oder Schlichtung unverzichtbar.
- Mängelrüge rechtzeitig stellen: Falls der Uw-Wert fehlt oder > 1,1 W/(m²K) beträgt, formulieren Sie formlos, aber schriftlich eine Mängelrüge gemäß § 13 VOB/B mit Fristsetzung für Nachbesserung – nicht später als 2 Jahre nach Abnahme.
- Fördermöglichkeiten prüfen: Nutzen Sie das Gutachten des Energieberaters, um sofortige Anträge auf BAFA-Förderung (z. B. für Energieberatung oder Fensteraustausch) oder KfW-Programme zu stellen.
- Lüftungsverhalten dokumentieren: Führen Sie über mindestens 2 Wochen ein Lüftungstagebuch (Zeitpunkt, Dauer, Raumtemperatur, Luftfeuchte bei Fensterkontakt) – als Nachweis für mögliche Tauwasserschäden.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Ug-Wert
- Der Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung) gibt an, wie viel Wärme durch die Fensterverglasung verloren geht. Je niedriger der Ug-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Uw-Wert, Wärmedämmung, Fenster. - Uw-Wert
- Der Uw-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters) bezeichnet den Wärmeverlust des gesamten Fensters inklusive Rahmen. Er ist ein wichtiger Kennwert für die Energieeffizienz eines Fensters.
Verwandte Begriffe: Ug-Wert, Wärmedämmung, Fensterrahmen. - K-Wert
- Der K-Wert war ein älterer Begriff für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er wurde durch den U-Wert (Ug oder Uw) ersetzt. Der K-Wert bezog sich meist auf das gesamte Bauteil (z.B. Fenster).
Verwandte Begriffe: U-Wert, Wärmedämmung, Wärmeverlust. - Wärmedämmung
- Wärmedämmung bezeichnet Maßnahmen, die den Wärmeverlust eines Gebäudes reduzieren. Eine gute Wärmedämmung trägt zur Senkung der Heizkosten und zum Schutz der Umwelt bei.
Verwandte Begriffe: Dämmstoff, Wärmedurchgangskoeffizient, Energieeffizienz. - Energieeffizienz
- Energieeffizienz bedeutet, mit möglichst wenig Energie den gleichen Nutzen zu erzielen. Im Gebäudebereich umfasst dies Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasserbereitung und Beleuchtung.
Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, erneuerbare Energien, Energieausweis. - Fertighaus
- Ein Fertighaus ist ein Haus, das in vorgefertigten Teilen in einer Fabrik hergestellt und dann auf der Baustelle montiert wird. Fertighäuser können in verschiedenen Bauweisen und Ausbaustufen realisiert werden.
Verwandte Begriffe: Massivhaus, Holzrahmenbau, Modulhaus. - Baubeschreibung
- Die Baubeschreibung ist ein Bestandteil des Bauvertrags und beschreibt detailliert die Bauweise, die verwendeten Materialien und die Ausstattung des Gebäudes. Sie dient als Grundlage für die Bauausführung und zur Klärung von Fragen zwischen Bauherr und Bauunternehmen.
Verwandte Begriffe: Bauvertrag, Leistungsbeschreibung, Bauplanung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist der Unterschied zwischen K-Wert, Ug-Wert und Uw-Wert bei Fenstern?
Der K-Wert war ein älterer Wert für den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters. Der Ug-Wert bezieht sich nur auf die Verglasung, während der Uw-Wert den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters (Rahmen und Glas) angibt. - Wie finde ich heraus, welchen Dämmwert meine Fenster haben sollten?
Die Baubeschreibung Ihres Hauses sollte den geforderten Dämmwert enthalten. Bei älteren Häusern können die Anforderungen geringer sein als bei Neubauten. Ein Energieberater kann Ihnen helfen, die aktuellen Anforderungen zu ermitteln. - Was kann ich tun, wenn der Dämmwert meiner Fenster nicht den Anforderungen entspricht?
Je nach Ausmaß der Abweichung können Sie über eine Nachrüstung der Fenster nachdenken, z.B. durch den Austausch der Verglasung oder den Einbau neuer Fenster. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, welche Maßnahmen sinnvoll sind. - Warum ist der Dämmwert von Fenstern wichtig?
Ein guter Dämmwert reduziert den Wärmeverlust durch die Fenster und trägt somit zur Senkung der Heizkosten bei. Außerdem verbessert er den Wohnkomfort und schont die Umwelt. - Was bedeutet die Bezeichnung "WW Top 1.2" auf meinen Fenstern?
Diese Bezeichnung ist herstellerspezifisch. Sie sollten beim Fensterlieferanten oder der Fertighausfirma erfragen, welche technischen Daten sich dahinter verbergen, insbesondere den Ug-Wert der Verglasung. - Kann ich den Dämmwert meiner Fenster selbst messen?
Eine genaue Messung des Dämmwerts ist nur mit speziellen Messgeräten möglich. Sie können aber eine Thermografie durchführen lassen, um Wärmeverluste an den Fenstern sichtbar zu machen. - Welche Rolle spielt der Rahmen bei der Wärmedämmung von Fenstern?
Der Fensterrahmen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Wärmedämmung des gesamten Fensters (Uw-Wert). Rahmen aus Kunststoff oder Holz haben in der Regel bessere Dämmeigenschaften als Aluminiumrahmen. - Gibt es Fördermöglichkeiten für den Austausch von Fenstern mit schlechtem Dämmwert?
Ja, es gibt verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen für die energetische Sanierung von Gebäuden, einschließlich des Fensteraustauschs. Informieren Sie sich über die aktuellen Fördermöglichkeiten.
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Fenster Dämmwert: K-Wert 1.1 Anspruch bei neuer Berechnung?
Als Antwort ein klares Jein ...
Die Berechnungsmethode der Glser hat sich irgendwann geändert. Dadurch wurden die Gläser ohne techn. Änderung 0,1 schlechter.
So weit, so richtig.
Aber:
Wenn Sie im Vertrag einen K-Wert von 1,1 vereinbart haben, KÖNNTEN Juristen daraus durchaus einen Anspruch auf einen solchen nach HEUTIGER Berechnungsmethodik herleiten.
Und wenn man dann noch über Uw (also Fenster gesamt = Rahmen und Glas) redet statt über Ug (nur Glas), dann wird es noch heftiger. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Fenster Dämmwert im Fertighaus: Ug 1.2 vs. K 1.1
💡 Kernaussagen: Der Thread behandelt die Abweichung des Fenster Dämmwerts (Ug 1.2) von der ursprünglichen Angabe (K 1.1) im Fertighaus (Baujahr 2005). Die Diskussion klärt, ob ein Anspruch auf den ursprünglich vereinbarten K-Wert besteht, da sich die Berechnungsmethoden geändert haben. Es wird auch der Uw-Wert (Fenster gesamt) thematisiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Fenster Dämmwert: K-Wert 1.1 Anspruch bei neuer Berechnung? könnten Juristen bei einem vereinbarten K-Wert von 1,1 einen Anspruch auf diesen Wert nach heutiger Berechnungsmethodik ableiten. Dies sollte geprüft werden.
📊 Zusatzinfo: Die Änderung der Berechnungsmethode für Glas kann zu einer Verschlechterung des Dämmwerts um 0,1 führen, ohne dass eine technische Änderung am Glas selbst vorgenommen wurde. Dies erklärt die Abweichung zwischen dem alten K-Wert und dem neuen Ug-Wert.
👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, die vertraglichen Vereinbarungen bezüglich des Fenster Dämmwerts genau zu prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen, um den Anspruch auf den ursprünglich vereinbarten K-Wert zu klären. Die Thematik Uw-Wert sollte ebenfalls beachtet werden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Fenster, Dämmwert, Ug-Wert, Fertighaus". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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