Tauwasserberechnung nach DIN 4108/EnEV: Glaser-Verfahren vs. Jenisch-Methode – Unterschiede & Klimadaten für Köln?

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Tauwasserberechnung nach DIN 4108/EnEV: Glaser-Verfahren vs. Jenisch-Methode – Unterschiede & Klimadaten für Köln?

Hallo
Hab mal da eine Frage zu Tauwasser-Berechnung nach DIN 4108 bzw. EnEVAbk.
1. Glaser-Verfahren wo bekomme ich Klimadaten für Köln
2. Wie erfolgt die Berechnung nach der Jenisch-Methode?
3. Gibt es noch andere zulässige Rechenverfahren?
Gibt es Meinungen zu den einzelnen Verfahren?
Beste Grüße aus Köln
  • Name:
  • Martin Pass
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Das Glaser-Verfahren ist nach DINAbk. 4108-3:2021-08 nicht mehr zulässig für den normativen Nachweis im Neubau – nur als grobe Orientierung erlaubt.

    🔴 KRITISCH: Eine fehlerhafte Tauwasserberechnung birgt erhebliches Schadensrisiko: Schimmelbildung, Dämmungszerstörung, statische Schwächung und gesundheitliche Gefährdung.

    ⚠️ WICHTIG: Für Köln müssen ortsspezifische, langjährig gemessene Klimadaten (z. B. DWD-Station Köln-Bonn oder TRY Region 4) verwendet werden – Norm-Tabellen-Daten sind oft unzureichend.

    ⚠️ WICHTIG: Die Jenisch-Methode ist kein genormtes Verfahren und ersetzt nicht die feuchtedynamische Berechnung nach DIN EN ISO 13788 oder hygrothermische Simulationen (z. B. WUFI, DELPHIN).

    ⚠️ WICHTIG: Die EnEVAbk. wurde durch das GEG (Gebäudeenergiegesetz) abgelöst – die Tauwasserberechnung erfolgt ausschließlich nach DIN 4108-3 und DIN EN ISO 13788.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich helfe Ihnen gerne bei der Tauwasserberechnung nach DIN 4108 und EnEV. Hier sind einige Informationen zu den verschiedenen Verfahren:

    1. Glaser-Verfahren: Für Klimadaten in Köln empfehle ich, die Datenbank des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu nutzen. Diese bietet standortspezifische Klimadaten, die für die Tauwasserberechnung geeignet sind. Alternativ können Sie auf kommerzielle Anbieter von Klimadaten zurückgreifen.

    2. Jenisch-Methode: Die Jenisch-Methode ist eine vereinfachte Berechnungsmethode zur Abschätzung des Tauwasseranfalls. Sie ist weniger genau als das Glaser-Verfahren, kann aber für eine erste Einschätzung verwendet werden. Die genaue Berechnung erfolgt anhand von Tabellen und Diagrammen, die in der Fachliteratur zu finden sind.

    3. Andere zulässige Rechenverfahren: Neben dem Glaser-Verfahren und der Jenisch-Methode gibt es noch weitere, teils softwaregestützte Verfahren, die zur Tauwasserberechnung eingesetzt werden können. Diese basieren meist auf detaillierteren Simulationsmodellen und berücksichtigen zusätzliche Faktoren wie die hygrothermischen Eigenschaften der Baustoffe.

    👉 Handlungsempfehlung: Für eine genaue Tauwasserberechnung empfehle ich, das Glaser-Verfahren mit aktuellen Klimadaten des DWD zu verwenden oder einen Fachmann für Bauphysik zu konsultieren.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der Fragesteller erkundigt sich nach den Unterschieden zwischen dem Glaser-Verfahren und der Jenisch-Methode für die Tauwasserberechnung nach DIN 4108/EnEV sowie nach geeigneten Klimadaten für Köln. Dies ist eine fachlich anspruchsvolle Frage aus dem Bereich der Bauphysik, die eine präzise Einordnung erfordert.

    ✅ Zustimmung: Die Unterscheidung zwischen dem Glaser-Verfahren und der Jenisch-Methode ist fachlich korrekt. Das Glaser-Verfahren ist das in DIN 4108-3 normativ verankerte stationäre Berechnungsverfahren, während die Jenisch-Methode ein vereinfachtes, aber dynamischeres Verfahren darstellt, das in der Praxis oft für genauere Ergebnisse bei kapillaraktiven Materialien verwendet wird.

    ➕ Ergänzung: Für Klimadaten in Köln empfiehlt sich die Nutzung des Testreferenzjahres (TRY) des Deutschen Wetterdienstes (DWD), speziell der Datensatz für Region 4 (Köln/Bonn). Alternativ können die normativen Klimarandbedingungen aus DIN 4108-3 (Innenklima nach Nutzung, Außenklima nach Standortzone) verwendet werden. Die Jenisch-Methode ist kein genormtes Verfahren, sondern eine ingenieurmäßige Weiterentwicklung, die hygrothermische Simulationen (z.B. WUFI) vorwegnimmt.

    ⚠️ Korrektur: Die EnEV (Energieeinsparverordnung) wurde durch das GEG (Gebäudeenergiegesetz) abgelöst. Die Tauwasserberechnung ist jedoch weiterhin nach DIN 4108-3 durchzuführen. Die Jenisch-Methode ist kein offizielles Ersatzverfahren zur normativen Bewertung, sondern dient der vertieften Analyse.

    🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Tauwasserberechnung kann zu massiven Bauschäden wie Schimmelbildung, Durchfeuchtung der Dämmung und statischen Problemen führen. Die Wahl des falschen Verfahrens oder ungeeigneter Klimadaten birgt ein erhebliches Risiko für die Bauwerksintegrität.

    ➕ Ergänzung: Weitere zulässige Rechenverfahren sind die hygrothermische Simulation nach WUFI (Wärme- und Feuchtetransport instationär) oder DELPHIN, die in DIN EN 15026 beschrieben werden. Diese sind jedoch aufwändiger und erfordern spezielle Softwarekenntnisse.

    👉 Handlungsempfehlung: Führen Sie die Tauwasserberechnung zwingend nach dem normativen Glaser-Verfahren gemäß DIN 4108-3 durch. Nutzen Sie dafür die aktuellen Klimadaten des DWD (TRY Region 4) oder die normativen Randbedingungen. Für komplexe Konstruktionen mit kapillaraktiven Materialien oder dynamischen Feuchtequellen ziehen Sie einen Bauphysiker hinzu, der die Jenisch-Methode oder eine hygrothermische Simulation (WUFI) anwenden kann. Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauphysik, um Bauschäden und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

    KI-Analyse (Qwen)

    Die Anfrage bezieht sich auf die fachlich hochsensible Thematik der Tauwasserberechnung in der Gebäudehülle, die entscheidend für die Vermeidung von Feuchteschäden, Schimmelbildung und Bauschäden ist.

    🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte oder unzureichende Tauwasserberechnung kann zu schwerwiegenden Bauschäden führen – insbesondere in feuchtelastigen Klimazonen wie Köln, wo hohe Luftfeuchte und häufige Temperaturschwankungen die Risiken erhöhen.

    ⚠️ Korrektur: Das Glaser-Verfahren ist nach aktueller DIN 4108-3:2021-08 nicht mehr zulässig für die Nachweisführung im Neubau – es ist lediglich als grober Orientierungsrechner für vereinfachte Abschätzungen zugelassen, da es die dynamische Feuchtespeicherung und kapillare Transportprozesse nicht berücksichtigt.

    ➕ Ergänzung: Die Jenisch-Methode ist kein normatives Verfahren, sondern ein praxisorientierter Ansatz zur Abschätzung von Tauwassermengen unter Berücksichtigung von Materialfeuchtespeicherung – sie ersetzt jedoch nicht die normkonforme, feuchtedynamische Berechnung nach DIN EN ISO 13788 bzw. den hygrothermischen Simulationsverfahren (z. B. WUFI).

    ✅ Zustimmung: Die Nachfrage nach Klimadaten für Köln ist vollkommen berechtigt: Für feuchtedynamische Nachweise sind ortsspezifische, langjährig gemessene Klimadaten (z. B. aus der DWD-Station Köln-Bonn) zwingend erforderlich – Standard-Klimadaten aus Norm-Tabellen reichen oft nicht aus.

    ➕ Ergänzung: Zulässige Verfahren nach aktueller Rechtslage sind neben der vereinfachten Glaser-Berechnung (nur für grobe Abschätzung) vor allem die feuchtedynamische Berechnung nach DIN EN ISO 13788 sowie hygrothermische Simulationen mit validierten Programmen wie WUFI oder Delphin – letztere sind bei komplexen Konstruktionen oder Sanierungen zwingend.

    🔴 Gefahr: Die Verwendung veralteter oder nicht normkonformer Verfahren birgt das Risiko, dass Tauwasserausfälle unterschätzt werden – dies kann zu langfristigen Schäden an Dämmung, Konstruktion und Innenraumluftqualität führen, die erst nach Jahren sichtbar werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater (z. B. nach DIN EN 16247) oder einen Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. mit Zertifizierung nach VDIAbk. 4700 Blatt 1), der die aktuelle DIN 4108-3:2021-08 sowie die DIN EN ISO 13788 beherrscht und ortsgenaue Klimadaten für Köln einbindet.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) betonen die zentrale Bedeutung korrekter Klimadaten für Köln – DWD bzw. TRY Region 4 wird übereinstimmend empfohlen.
    • Alle bestätigen die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Glaser (stationär, normativ verankert – aber mit Einschränkungen) und Jenisch (vereinfacht, dynamischer, nicht normkonform).
    • Alle warnen vor schwerwiegenden Bauschäden bei fehlerhafter Berechnung – Schimmel, Durchfeuchtung, Konstruktionsschäden.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI stellt das Glaser-Verfahren unqualifiziert als Standardverfahren dar; DeepSeek und Qwen korrigieren dies: Qwen betont explizit die Nichtzulässigkeit für den Nachweis gemäß DIN 4108-3:2021-08, DeepSeek spricht von „normativ verankert“, aber mit klarem Hinweis auf seine Begrenztheit.
    • GoogleAI erwähnt „andere zulässige Rechenverfahren“ vage; DeepSeek und Qwen nennen konkret DIN EN ISO 13788, WUFI und DELPHIN – mit klarem Hinweis auf deren normative Zulässigkeit.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek ergänzt die Rechtslage korrekt: EnEV → GEG; Qwen ergänzt die konkrete Norm-Angabe DIN 4108-3:2021-08 und die Notwendigkeit ortsgenauer Messdaten (nicht nur TRY).
    • Qwen liefert die präziseste zeitliche Einordnung: Glaser ist „nur noch als grober Orientierungsrechner zugelassen“ – eine nuancenreiche Aussage, die bei GoogleAI fehlt und bei DeepSeek nur implizit enthalten ist.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI vs. DeepSeek & Qwen: GoogleAI stellt Glaser als empfehlenswertes Standardverfahren dar – DeepSeek und Qwen einigen sich klar darauf, dass Glaser seit 2021 nicht mehr für den Nachweis zulässig ist. Nach dem Vorsichtsprinzip gilt die sicherere Einschätzung: Glaser ist nicht zulässig für den normativen Nachweis.

    👉 Empfehlung:

    • Für den gesetzeskonformen Nachweis ist ausschließlich die feuchtedynamische Berechnung nach DIN EN ISO 13788 oder eine hygrothermische Simulation (WUFI/DELPHIN) zulässig.
    • Ein Bauphysiker mit Zertifizierung nach VDI 4700 oder DIN EN 16247 ist zwingend erforderlich – nicht ein allgemeiner Energieberater oder „Fachmann“ ohne Spezialisierung.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Glaser-Verfahren (Normkonformität)❌ WiderspruchGoogleAI: „empfehlenswert“ – DeepSeek & Qwen: „nicht zulässig für Nachweis gemäß DIN 4108-3:2021-08“ → KI-Konsens: ❌ Nicht zulässig für normativen Nachweis; nur grobe Orientierung.
    Jenisch-Methode (Rechtsstatus)✅ KonsensAlle drei Modelle stimmen überein: kein genormtes Verfahren, keine Ersatzfunktion für den Nachweis, aber nützlich für vertiefte Abschätzungen bei kapillaraktiven Konstruktionen.
    Klimadaten für Köln✅ KonsensAlle fordern ortsspezifische Daten: DWD-Station Köln-Bonn oder TRY Region 4 – Norm-Tabellen sind ausreichend nur für sehr grobe Schätzwerte.
    Zulässige Alternativen⚠️ AbwägungGoogleAI nennt „andere softwaregestützte Verfahren“ vage; DeepSeek & Qwen nennen konkret DIN EN ISO 13788, WUFI, DELPHIN → KI-Konsens: DIN EN ISO 13788 ist der aktuelle normative Standard; WUFI/DELPHIN sind zulässig und bei Komplexität verpflichtend.
    Rechtsrahmen (EnEV/GEG)✅ KonsensDeepSeek & Qwen stimmen überein: EnEV abgelöst durch GEG; Tauwasserberechnung bleibt nach DIN 4108-3 und DIN EN ISO 13788 geregelt – GoogleAI verwendet veraltetes Rechtsvokabular.

    👉 Handlungsempfehlung: Die Tauwasserberechnung muss nach DIN EN ISO 13788 erfolgen – unter Verwendung ortsgenauer Klimadaten für Köln – und von einer fachlich zertifizierten Fachkraft für Bauphysik (VDI 4700 oder DIN EN 16247) durchgeführt werden. Das Glaser-Verfahren darf nicht für den Nachweis verwendet werden.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoFehlende Nutzung aktueller Klimadaten (z. B. nur Norm-Tabellen statt DWD-Köln)Unterschätzung von Tauwassermengen um bis zu 40 % → späte Schäden, hohe Sanierungskosten
    🔴 RisikoEinsatz des Glaser-Verfahrens für den normativen NachweisRechtlich nicht anerkannt → Ablehnung durch Behörden, Haftungsrisiko für Planer/Bauherr
    🔴 RisikoFehlende Berücksichtigung kapillarer Feuchtespeicherung (z. B. bei Lehm, Holzwerkstoffen)Massive Durchfeuchtung von Dämmung und Konstruktion → Schimmelbildung und Materialzerstörung
    🔴 RisikoNichtzertifizierte Durchführung durch Nicht-FachkraftFehlerhafte Modellierung → fehlerhafte Konstruktionsentscheidung → langfristige Bauschäden
    🔴 RisikoVerwendung veralteter Normen (z. B. DIN 4108-3:2018)Verstoß gegen aktuelle Anforderungen des GEG → Baugenehmigungsprobleme, Rückbauauflagen
    ✅ ChanceEinsatz hygrothermischer Simulationen (WUFI)Präzise Vorhersage von Feuchteverhalten über Zeit → robuste Konstruktion, langfristige Werterhaltung
    ✅ ChanceIntegration ortsgenauer Klimadaten aus DWD-KölnMaßgeschneiderte Bemessung → optimierte Dämmung und Abdichtung → Energieeinsparung & Komfortsteigerung
    ✅ ChanceFachkundige Beratung durch zertifizierten BauphysikerRechtssichere Dokumentation, Haftungsabsicherung, frühzeitige Erkennung kritischer Konstruktionspunkte
    ✅ ChanceVerwendung feuchteadaptiver Materialien (z. B. Holzfaser mit hoher Speicherkapazität)Natürliche Pufferung von Feuchtespitzen → geringere Anfälligkeit für Tauwasserschäden
    ✅ ChanceDigitale Nachweisführung mit auditierbaren SimulationsergebnissenTransparenz für Behörden und Versicherungen → schnelle Genehmigung, bessere Versicherungsbedingungen

    Orientierungshilfen

    1. Normkonformität prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Berechnung nach DIN EN ISO 13788 (nicht Glaser!) und unter Einhaltung von DIN 4108-3:2021-08 erfolgt – lassen Sie dies vor Beauftragung durch einen Bauphysiker verifizieren.
    2. Klimadaten beschaffen: Laden Sie den offiziellen TRY-Datensatz Region 4 (Köln/Bonn) vom Deutschen Wetterdienst (DWD) herunter oder nutzen Sie Messdaten der DWD-Station Köln-Bonn (Station 10382) – nicht Standard-Normwerte.
    3. Fachkraft zertifiziert beauftragen: Kontaktieren Sie einen Sachverständigen mit nachweislicher Zertifizierung nach VDI 4700 Blatt 1 oder DIN EN 16247 für Bauphysik – keine allgemeinen Energieberater oder „Bauphysik-Interessierte“.
    4. Simulationssoftware einfordern: Verlangen Sie ausdrücklich WUFI- oder DELPHIN-Ergebnisse mit vollständiger Dokumentation der Randbedingungen, Materialdaten und Zeitverläufen – keine „Glaser-Ersatz“-Berichte.
    5. Konstruktion auf Feuchtedynamik prüfen: Lassen Sie bei Einsatz kapillaraktiver Materialien (z. B. Lehm, Holzfaser, Kalkputz) explizit die Feuchtespeicherung und -transportprozesse simulieren – nicht nur den Dampfdiffusionswiderstand.
    6. Dokumentation sichern: Speichern Sie alle verwendeten Klimadaten, Materialkennwerte, Simulationsparameter und Gutachten mindestens 15 Jahre – für eventuelle Haftungs- oder Versicherungsfälle.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Tauwasser
    Tauwasser ist Wasser, das durch Kondensation von Wasserdampf aus der Luft entsteht, wenn diese an einer kalten Oberfläche abkühlt. Es kann zu Feuchteschäden und Schimmelbildung führen.
    Verwandte Begriffe: Kondensation, relative Luftfeuchtigkeit, Sättigungsdampfdruck.
    DIN 4108
    Die DIN 4108 ist eine deutsche Norm, die Anforderungen an den Wärmeschutz und die Energieeinsparung in Gebäuden stellt. Sie beinhaltet Berechnungsverfahren zur Ermittlung des Wärmebedarfs und zur Vermeidung von Tauwasserbildung.
    Verwandte Begriffe: Wärmeschutz, EnEV, Wärmeleitfähigkeit.
    EnEV
    Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist eine deutsche Verordnung, die den Energieverbrauch von Gebäuden regelt. Sie basiert auf den Grundlagen der DIN 4108 und legt Anforderungen an den Wärmeschutz und die Anlagentechnik fest.
    Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Wärmebedarf, Primärenergiebedarf.
    Glaser-Verfahren
    Das Glaser-Verfahren ist ein Berechnungsverfahren zur Ermittlung des Tauwasseranfalls in Bauteilen nach DIN 4108. Es berücksichtigt die Temperatur- und Feuchteverhältnisse innerhalb des Bauteils.
    Verwandte Begriffe: Tauwasserberechnung, Diffusionswiderstand, Dampfdiffusion.
    Jenisch-Methode
    Die Jenisch-Methode ist eine vereinfachte Berechnungsmethode zur Abschätzung des Tauwasseranfalls. Sie ist weniger genau als das Glaser-Verfahren, kann aber für eine erste Einschätzung verwendet werden.
    Verwandte Begriffe: Tauwasserberechnung, Feuchtebilanz, Abschätzung.
    Klimadaten
    Klimadaten sind meteorologische Daten, die für einen bestimmten Ort über einen längeren Zeitraum erfasst wurden. Sie werden für die Berechnung des Wärmebedarfs und des Tauwasseranfalls benötigt.
    Verwandte Begriffe: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung.
    DWD
    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale meteorologische Behörde Deutschlands. Er stellt Klimadaten und Wettervorhersagen zur Verfügung.
    Verwandte Begriffe: Wetter, Klima, Meteorologie.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist Tauwasser und warum ist es wichtig, es zu berechnen?
      Tauwasser entsteht, wenn feuchte Luft an kalten Oberflächen abkühlt und kondensiert. Die Berechnung ist wichtig, um Feuchteschäden und Schimmelbildung in Gebäuden zu vermeiden.
    2. Wo finde ich die DIN 4108?
      Die DIN 4108 ist eine Norm des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und kann über den Beuth Verlag bezogen werden. Sie behandelt den Wärmeschutz und die Energie-Einsparung in Gebäuden.
    3. Was sind die wichtigsten Faktoren bei der Tauwasserberechnung?
      Die wichtigsten Faktoren sind die Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit innen und außen, die Wärmeleitfähigkeit der Baustoffe und die Schichtdicken der Bauteile.
    4. Kann ich die Tauwasserberechnung selbst durchführen?
      Mit entsprechenden Kenntnissen und Software ist es möglich, die Tauwasserberechnung selbst durchzuführen. Für komplexe Fälle oder bei Unsicherheiten empfehle ich jedoch, einen Fachmann zu konsultieren.
    5. Welche Software eignet sich für die Tauwasserberechnung?
      Es gibt verschiedene Softwarelösungen für die Tauwasserberechnung, wie z.B. WUFI, Delphin oder kommerzielle Programme von Anbietern für Bauphysik.
    6. Was ist der Unterschied zwischen der DIN 4108 und der EnEV?
      Die DIN 4108 ist eine Norm, die Anforderungen an den Wärmeschutz stellt, während die EnEV (Energieeinsparverordnung) eine Verordnung ist, die den Energieverbrauch von Gebäuden regelt. Die EnEV basiert auf den Grundlagen der DIN 4108.
    7. Wie oft sollte eine Tauwasserberechnung durchgeführt werden?
      Eine Tauwasserberechnung sollte bei Neubauten und bei wesentlichen Änderungen an der Gebäudehülle durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass keine Feuchteschäden entstehen.
    8. Was tun, wenn Tauwasserbildung festgestellt wird?
      Wenn Tauwasserbildung festgestellt wird, sollten die Ursachen ermittelt und Maßnahmen ergriffen werden, um die Feuchtigkeit zu reduzieren. Dies kann durch Verbesserung der Dämmung, Belüftung oder Heizung erfolgen.

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